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Volles Pina-Bausch-Zentrum bei Lesung und Diskussion über Gleichstellung

03.06.2026|12:54 Uhr

v. l. n. r.: Heike Kahlert, Dietmar Tutsch, Maya Alam, Alexandra Zykunov, Annette Hager

Mehr als 100 Gäste nahmen an der Lesung von Alexandra Zykunov aus ihrem Buch „Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!“ und anschließender Podiumsdiskussion am 23.04.2026 im Pina-Bausch-Zentrum teil.

Nach einer Eröffnung durch Christiane Freyer, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte und dem zur Reflexion anregenden Grußwort von Prof.in Rita Casale, Prorektorin für Nachhaltige Organisationsentwicklung und Diversität der Bergischen Universität Wuppertal las die Autorin und Journalistin Alexandra Zykunov aus ihrem Buch „Wir sind doch alle längst gleichberechtigt!“. In diesem ergründet Alexandra Zykunov mit Witz von ihr sogenannte „Bullshitsätze“, die viele bereits gehört haben dürften und seziert sie auf Grundlage von Studien und internationalen Vergleichen.

Sie beleuchtet damit die strukturell noch immer fest verankerte Ungleichbehandlung von Frauen in allen Bereichen des Lebens und entzaubert so den Mythos einer angeblich bereits erreichten Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Die anschließende Podiumsdiskussion thematisierte diesen Mythos im Kontext des wissenschaftlichen Betriebs und wurde erstklassig moderiert von Annette Hager. Prof.in Heike Kahlert, die an der Ruhr-Universität Bochum den Lehrstuhl für Soziologie /Soziale Ungleichheit und Geschlecht innehat, legte ein besonderes Augenmerk auf die Strukturen, die die Gleichstellung an der Universität fördern bzw. bremsen. Junior-Prof.in Maya Alam, Inhaberin der Juniorprofessur für Theorie und Diskurs des Entwurfs und gleichzeitig Gleichstellungsbeauftragte ihrer Fakultät an der Bergischen Universität Wuppertal, beschrieb Probleme in der Gleichstellung, die ihr im Zusammenhang mit ihrem Amt begegnen und skizzierte strukturelle Lösungsansätze. Prof. Dietmar Tutsch, Mitglied der Gleichstellungskommission des Senates der Uni Wuppertal und Inhaber des Lehrstuhls für Automatisierungstechnik/Informatik, berichtete von aktuellen Themen der Gleichstellung im MINT-Bereich (Mathematik, Ingenieurswissenschaft, Naturwissenschaft und Technik) und plädierte für eine Stärkung von Frauen bereits in der Studieneingangsphase. Alexandra Zykunov gab mit ihrer außeruniversitären Perspektive wertvolle Impulse in die Runde.

Die Veranstaltung wurde von der Gleichstellungsbeauftragten der Bergischen Universität Wuppertal in Kooperation mit dem queeren Zentrum Inside:Out e.V. und der Stabstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung der Stadt Wuppertal organisiert und finanziert.