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Studierende entwickeln neues Preisobjekt für den Gleichstellungspreis

27.05.2026|09:33 Uhr

1. Platz von Lenas Jantz Foto: Katharina Maderthaner

Im Rahmen einer Lehrveranstaltung im Fach Industrial Design haben Studierende des ersten Semesters Objekte für den Gleichstellungspreis entwickelt. Lenas Jantz errang mit einem Objekt in Tufting-Technik den 1. Platz im Wettbewerb.

Im Rahmen der Lehrveranstaltung Künstlerische Grundlagen von Prof. Katharina Maderthaner im Fach Industrial Design haben Studierende des ersten Semesters Objekte für den Gleichstellungspreis entwickelt. Im Seminar setzten sich die Studierenden künstlerisch-gestalterisch mit Fragen von Gleichstellung auseinander. Ausgehend von diesen Themen entstanden freie gestalterische Arbeiten, die sich inhaltlich wie formal mit dem Anliegen des Preises befassen. Neben thematischen Fragestellungen spielten auch Aspekte wie Materialität, Transparenz, Dynamik, Vernetzung oder Balance eine wichtige Rolle, die im künstlerischen Prozess untersucht und weiterentwickelt wurden.

Es waren viele tolle und kreative Umsetzungen dabei, die von einer Jury bewertet wurden. Bereits dabei und in der Vorstellung in der Gleichstellungskommission wie im Rektorat zeigte sich, dass die am Ende ausgewählten Objekte durch ihre jeweilige Qualität und hochwertige Umsetzung der Fragestellung kaum gerankt werden konnten. Da es sich um einen Wettbewerb handelte, wurde in der Rektoratssitzung schlussendlich folgendermaßen entschieden:

1 Platz: Lenas Jantz entwickelte ein Objekt in Tufting-Technik, das im Zentrum die Darstellung einer Hand oder eines Handabdrucks in der Ästhetik eines Wärmebildes zeigt. Das Motiv ruft Assoziationen von Wärme, Unterstützung und Zuwendung hervor. Trotz des vermeintlich einfachen Motivs der Hand entfaltet die Arbeit eine vielschichtige Wirkung.

2 Platz: Edina Weissberg entwickelte ein Objekt aus Plexiglasstreifen, die erhitzt, zu einer wellenartigen Struktur geformt und mit Schrauben und Muttern verbunden werden. Die Arbeit wirkt transparent, offen und fließend. Zugleich entsteht der Eindruck einer Struktur, die erweiterbar ist und sich weiterbauen ließe. So erscheint das Objekt nicht als abgeschlossene Form, sondern als offenes System. Die Transparenz des Materials unterstreicht diesen Gedanken. Die Schrauben symbolisieren die Verbundenheit der verschiedenen Aspekte und Personen.

3 Platz: Robert Eisch entwickelte ein keramisches Objekt aus einzelnen Buchstaben, die sich wie in einem Baukasten zum Wort „United“ zusammensetzen. Der keilförmige, abschüssige Untergrund erzeugt eine spannungsvolle räumliche Dynamik. Das Wort erscheint dabei nicht nur als lesbarer Begriff, sondern auch als skulpturales Gefüge aus einzelnen Elementen. Der Begriff von Zusammenhalt erscheint hier nicht als statische Behauptung, sondern als etwas, das immer wieder neu ausbalanciert werden muss.

Vielen Dank an alle Studierenden und ihr Engagement in Form der kreativen Arbeiten zum Thema Gleichstellung. Die Verleihung des Gleichstellungspreises 2025 findet im Juli 2026 statt.